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  • Geschichte

    Das Siedlungsgebiet der Armenier, das sich weit in die heutige Osttürkei erstreckte, war im Laufe der Jahrhunderte unter verschiedensten Herrschaften. Es unterstand den Römern, den Persern, den Arabern, Byzanz, dem Osmanischen Reich. Bis auf eine kurze Zeit, 646-656, war Armenien nie unabhängig. 1722 besetzten russische Truppen Teile Armeniens, 1746 annektierte Persien ein Teil Armeniens, das 1813/28 ebenfalls an Russland fiel. 1878 besetzte Russland einen Teil des Osmanischen Armeniens, das Gebiet um Kars und Ardahan. Blutige Verfolgungen in den im Osmanischen Reich verbliebenen Gebieten Armeniens 1895/96 und 1914/15 führten zu starken Auswanderungswellen nach Russisch-Armenien. Am 28.06.1918 proklamierten die Armenier die Unabhängigkeit. Sowjetische und türkische Truppen bereiteten dem neuen Staat jedoch 1920 ein schnelles Ende. Die Türkei annektierte das Gebiet um Kars und Ardahan. Diese Annektion wurde 1923 international anerkannt. Das restliche Gebiet wurde von der Sowjetunion annektiert und am 29.11.1920 die Armenische Sozialistische Sowjetrepublik gebildet, die am 12.03.1922 mit der Georgischen und Aserbaidschanischen SSR zur Transkaukasischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (TSFSR) zusammengeschlossen wurde. 1936 wurde die Transkaukasische SFSR aufgelöst und Armenien wieder eine eigenständige SSR. Am 21.09.1991 konnte Armenien erneut die Unabhängigkeit erlangen. Zwischen Aserbadischan und Armenien kam es bereits 1988 zum Krieg um das von Armeniern besiedelte aserbaidschanische Gebiet Berg-Karabach.

    5. Jh. v. Chr. – 13 Jh. Kurze Perioden armenischer Eigenstaatlichkeit, in der Regel sind die armenischen Könige abhängig von ihren Nachbarländern und ihnen tributpflichtig
    301 Christianisierung
    405 Schaffung des armenischen Alphabets durch den Mönch Mesrop Maschtoz
    451 Spaltung der christlichen Kirche auf dem Konzil von Chaledon
    885 – 1045 Dynastie der Bagratiden
    1472 Eroberung wesentlicher Teile Armeniens durch Persien
    1555 Erste persisch-türkische Teilung Armeniens
    1639 Zweite Teilung Armeniens zwischen dem Osmanischen Reich und Persien
    1827 Russland erobert Ostarmenien
    1878 Berliner Friedensvertrag
    1894 – 96 Verfolgung der Armenier unter Sultan Abdul Hamid II
    1915 – 1917 Verfolgung und Vertreibung der Armenier durch die Jungtürken. (Völkermord an den Armeniern – Genozid)
    Mai 1918 Ausrufung der unabhängigen Republik Armenien in Eriwan
    1920/21 Sowjetisierung Armeniens. Karabach wird unter aserbaidschanische Verwaltung gestellt
    7. Dezember 1988 verheerendes Erdbeben in Armenien (25.000 Tote)
    3. August 1990 Souveränitätserklärung
    21. September 1991 Referendum; im Anschluß wird nationale Unabhängigkeit in Kraft gesetzt
    16. Oktober 1991 Levon Ter-Petrossian wird zum Präsidenten gewählt
    März 1992 Armenien tritt der GUS bei
    Mai 1992 Armenien tritt dem GUS-Sicherheitspakt bei (Rußland, Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan)
    April 1993 Beginn der Wirtschaftsblockade Armeniens durch die Türkei durch Schließung der Grenze
    22. November 1993 Einführung des Dram als Landeswährung
    12. Mai 1994 Waffenstillstand im Konflikt um Berg-Karabach, der bis heute anhält
    5. Juli 1995 Annahme der Verfassung durch Referendum; Parlamentswahl, wobei Zahl der Abgeordneten von 258 auf 190 reduziert wird
    21. April 1996 Unterzeichnung des Abkommens über Partnerschaft und Zusammenarbeit mit der Europäischen Union in Luxemburg
    28. August 1997 Unterzeichnung des armenisch-russischen Freundschaftsvertrages
    09 April 1998 Amtseinführung des neuen Präsidenten, Robert Kocharian
    03. bis 06 Mai 1998 Besuch des Außenministers Vartan Oskanian in Deutschland; Unterzeichnung eines Luftverkehrsabkommens; Rückgabe deutscher, kriegsbedingt verlagerter Kulturgüter (abgeschlossen 2000)
    27. Juli 1998 Deutschland unterzeichnet ein Abkommen über Finanzielle Zusammenarbeit
    30. Mai 1999 Wahlen zur armenischen Nationalversammlung (131 Sitze).
    Im Parlament sind 4 Frauen vertreten
    15. Juni 1999 Ernennung von Vasgen Sarkissian zum Regierungschef
    27. Oktober 1999 Anschlag im Parlamentsgebäude. Terroristen erschießen den Parlamentspräsidenten, den Regierungschef, zwei seiner Stellvertreter, den Minister für operative Verwaltung und vier Abgeordnete
    03. November 1999 Aram Sarkissian, Bruder des ermordeten Ministerpräsidenten, wird zum Regierungschef ernannt.
    20. Mai 2000 Andranik Margarian wird Regierungschef
    13.-14.Januar 2003 Arbeitsbesuch Präsident Kotscharjans in Deutschland
    19. Februar/ 05. März 2003 Präsidentschaftswahlen, Präsident Kotscharjan wiedergewählt; nach Feststellung der internationalen Wahlbeobachterkommission entsprechen die Wahlen nicht internationalen Standards.
    09. April 2008 Sersch Sarkissjan wird als Staatspräsident Armeniens vereidigt.